Kolumba
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"Nicht viele Orte lassen sich finden, an denen Geschichte über Jahrtausende so ablesbar ist, wie am Standort der im Zweiten Weltkrieg zerstörten gotischen Kirche St. Kolumba in der Kölner Innenstadt. Seit auf dem Trümmergrundstück in den siebziger Jahren archäologisch gegraben wurde, kamen zu den Ruinen des gotischen Kirchenbaus aus der Zeit um 1500 und der darin eingebauten Kapelle 'Madonna in den Trümmern' von Gottfried Böhm aus den 50er Jahren hochmittelalterliche, karolingische, fränkische und römische Schichten, an einer Stelle sogar jungsteinzeitlliche.… Die Kapelle Gottfried Böhms, der heftig gegen die Überbauung protestierte, obwohl er selbst beim Wettbewerb ähnliche Pläne vorlegte, war ein Ort kölscher Identifikation, aber keine städtebauliche Glanzleistung. Das mit Spannbeton überdeckte gotische Mittelschiffjoch, das auch künftig als Kirche genutzt werden kann und frei zugänglich bleibt, konnte dem dynamisch geschwungenen Fensterbändern des gegenüberliegenden Dischhauses von Bruno Paul nichts entgegensetzen und war umgeben von der improvisiert abgedeckten Grabung, Büschen und einem gesichtslosen Nachkriegsbau.… Hinter dem Museum hat Peter Zumthor der Stadt eine historische Passage zurückgegeben und den alten Kirchhof von St. Kolumba; als Ort der Ruhe mit wenigen Bäumen auf hügeligem Grund und einer massigen Mauer aus groben Stampfbeton. Wer hier sitzt und auf die Backsteine schaut, wünscht sich nirgendwo hin." (Jörg Biesler, Kunst, Zeit Architektur, Frankfurter Rundschau, 18.9.2007)
 

 
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KOLUMBA :: Kritiken :: Frankfurter Rundschau

"Nicht viele Orte lassen sich finden, an denen Geschichte über Jahrtausende so ablesbar ist, wie am Standort der im Zweiten Weltkrieg zerstörten gotischen Kirche St. Kolumba in der Kölner Innenstadt. Seit auf dem Trümmergrundstück in den siebziger Jahren archäologisch gegraben wurde, kamen zu den Ruinen des gotischen Kirchenbaus aus der Zeit um 1500 und der darin eingebauten Kapelle 'Madonna in den Trümmern' von Gottfried Böhm aus den 50er Jahren hochmittelalterliche, karolingische, fränkische und römische Schichten, an einer Stelle sogar jungsteinzeitlliche.… Die Kapelle Gottfried Böhms, der heftig gegen die Überbauung protestierte, obwohl er selbst beim Wettbewerb ähnliche Pläne vorlegte, war ein Ort kölscher Identifikation, aber keine städtebauliche Glanzleistung. Das mit Spannbeton überdeckte gotische Mittelschiffjoch, das auch künftig als Kirche genutzt werden kann und frei zugänglich bleibt, konnte dem dynamisch geschwungenen Fensterbändern des gegenüberliegenden Dischhauses von Bruno Paul nichts entgegensetzen und war umgeben von der improvisiert abgedeckten Grabung, Büschen und einem gesichtslosen Nachkriegsbau.… Hinter dem Museum hat Peter Zumthor der Stadt eine historische Passage zurückgegeben und den alten Kirchhof von St. Kolumba; als Ort der Ruhe mit wenigen Bäumen auf hügeligem Grund und einer massigen Mauer aus groben Stampfbeton. Wer hier sitzt und auf die Backsteine schaut, wünscht sich nirgendwo hin." (Jörg Biesler, Kunst, Zeit Architektur, Frankfurter Rundschau, 18.9.2007)