Kolumba
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5. Dezember 2018 – Frühjahr 2019
Wo kommen wir hin
Vorbereitungsbüro der Akademie der Künste, Berlin

(Hier gehts zu den aktuellen Veranstaltungsterminen)

In Zeiten, die man als politisch desaströs bezeichnen kann, nehmen wir uns die notwendige Freiheit, ästhetische Benutzeroberflächen der Gesellschaft zu untersuchen und eigene zu entwickeln in den Formbildungen der Künste, die zunächst nicht bestimmtem Nutzen oder Funktionen zugeordnet sind.

Das Vorbereitungsbüro versteht sich als offener Raum, in dem wir Themen verhandeln wollen, die »backstage« ohnehin in unserer Arbeit verhandelt werden. Es ist ein Gastspiel der Akademie der Künste, Berlin, in Kooperation mit Kolumba, zur Vorbereitung eines größeren Ausstellungsprojektes; mit Kathrin Röggla, Manos Tsangaris, den Kuratoren von Kolumba und Gästen.

Was bedeutet der Widerstand der Ästhetik heute? Dieser Frage widmet sich die Akademie der Künste in einem neuen Programmschwerpunkt bis Juni 2019. Ziel ist es, die Werkzeugkästen der künstlerischen Produktion neu zu reflektieren. Schreiben, Komponieren, Schauspielern, Inszenieren: Die Formen künstlerischen Handelns sollen überdacht und auf ihre Grenzen hin befragt werden. Vor dem Hintergrund erstarkender nationalistischer Kräfte in Europa und der Welt und der sich immer weiter verschiebenden Diskurse in den digitalen Raum und in die neuen Medien formieren sich die ästhetische Gestaltung und ihre handwerklichen Grundlagen als Widerstand gegen grenzenlose Vermarktung und politische Manipulation: Wie kann sich Kunst populistischen Strategien der Vereinnahmung erwehren? Wie kann sich künstlerische Produktivität dem Verwertungsdrang widersetzen? | Den Akteurinnen und Akteuren von „Wo kommen wir hin“ geht es um die ästhetischen Oberflächen in den Medien, in der politischen Öffentlichkeit und in den Diskursen. Der Komponist Manos Tsangaris, Direktor der Sektion Musik der Akademie der Künste, spricht von „szenischer Anthropologie“: Der Mensch, der zuhört, zuschaut oder mitdiskutiert, steht im Zentrum der Komposition, der Inszenierung oder der Installation. Was bedeutet das für die künstlerische Produktion und ihre Mittel? | Die Schriftstellerin Kathrin Röggla, Vizepräsidentin der Akademie, fragt nach der öffentlichen Kommunikation, in der zunehmend ästhetische Begriffe wie Dramaturgie, Narrativ oder Continuity eine Rolle spielen. Wie funktioniert öffentliche Kommunikation heute und was ist ihr Verhältnis zur Politik? | Dabei erwachsen in der künstlerischen Praxis – anders als den Wissenschaften – Möglichkeiten des anarchischen oder paradoxen Handelns. Insofern handelt es sich bei „Wo kommen wir hin“ um ein Forschungslabor, das die Gestaltungsmöglichkeiten widerständigen Handelns und Denkens produziert und damit Anstöße für ein zukunftsfähiges Mitgestalten von Gesellschaft gibt. Dieser Möglichkeitssinn führt neben Kathrin Röggla und Manos Tsangaris, die bildende Künstlerin Karin Sander, den Raumbildner Mark Lammert, die Filmemacherinnen Jeanine Meerapfel und Doris Dörrie, den Theaterregisseur Milo Rau, den Hörspielautor und bildenden Künstler Eran Schaerf, den Schauspieler Jens Harzer, den Soziologen Harald Welzer, den Dramaturgen Malte Ubenauf oder die Schauspielerinnen Valery Tscheplanowa und Hanna Hartmann sowie zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler in den Räumen der Akademie der Künste am Hanseatenweg zusammen. | Entstehen soll eine ständige Verhandlung verschiedener Arbeitsansätze, eine Art permanente Konferenz, in der einzelne „Erzählungen“ sichtbar bleiben und sich zugleich miteinander verbinden: ein dynamisches Experimentierfeld von Akteurinnen und Akteuren der Dekonstruktion eingeübter Gewissheiten – mit akustischen Installationen, Raumbildern, Kontextverschiebungen und Wahrnehmungsstörungen.

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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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2019 Schulen zu Gast VII
2018 Attila Kovács
2018 Vorbereitungsbüro
2018 Doppelseiten C&W
2018 Michael Oppitz
2018 Schulen zu Gast VI
2017 ars vivendi – ars moriendi
2017 Pas de deux

2017 Marek Poliks
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2017 Barthel Bruyn
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2016 Kurt Benning
2016 Über das Individuum

2016 Schulen zu Gast IV
2016 Bethan Huws
2015 Shopmovies
2015 Anna & Bernhard Blume
2015 Der rote Faden

2015 Museum für Zeichnung
2015 Birgit Antoni: Kino
2014 Schwindel der Wirklichkeit
2014 playing by heart

2014 Achim Lengerer
2014 Bruno Jakob
2013 zeigen verhüllen verbergen

2013 Eucharistie
2013 Norbert Schwontkowski
2013 Pascal Schwaighofer
2012 Art is Liturgy – Paul Thek

2012 Leiko Ikemura
2012 Volker Saul
2012 Jaromir Novotny
2011 Birgit Antoni
2011 denken

2011 Philipp Wewerka
2011 Kunst-Station St. Peter
2010 Mischa Kuball
2010 Noli me tangere!

2010 Heinrich Küpper
2010 Robert Haiss
2010 Renate Köhler
2010 Georg Baumgarten
2009 Stefan Wewerka
2009 Hinterlassenschaft

2009 Koho Mori-Newton
2009 Hermann Abrell
2008 Heiner Binding
2008 Der Mensch verlässt die Erde

2007 Der unendliche Raum…

2006 Im Garten der Wirklichkeit II
2006 Werner Schriefers
2006 Im Garten der Wirklichkeit I
2005 Schenkung Egner
2005 Leiko Ikemura
2005 Arma Christi
2005 Hans Josephsohn
2005 Die koptischen Textilien
2005 Birgit Antoni
2004 Monika Bartholomé
2004 Max Cole
2003 Reliquienkreuze
2004 Heinrich Küpper
2003 Martin Frommelt
2003 150 Jahre!
2002 Attila Kovács
2002 Herbert Falken
2002 Peter Tollens
2001 ars vivendi
2001 Peter Zumthor
2000 Volumen
2000 walkmen
2000 Die Schenkung Härle
2000 Kinderzeichnungen
2000 Über die Wirklichkeit
1999 Andor Weininger
1999 Joseph Marioni
1999 Andy Warhol
1998 Kunsthalle Baden-Baden
1998 Glaube und Wissen
1998 Stephan Baumkötter
1998 Bernd Ikemann
1998 Kabakov Pane u.a.
1998 Hildegard Domizlaff
1997 Cage Tsangaris u.a.
1997 Richard Serra
1997 Manos Tsangaris
1997 Kunst-Station
1997 Klaus vom Bruch
1997 Über den Ort: Kolumba
1996 Über die Ambivalenz
1996 Chris Newman
1996 Peter Tollens
1996 Wolfgang Laib
1996 Über die Farbe
1995 Frühchristliche Kunst
1995 Mischa Kuball
1995 Palast der Kunst
1995 Horn Falken Michals, u.a.
1995 Monika Bartholomé
1993 Tápies Thek Tuttle u.a.
1992 Vaticana
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Ausstellungen :: 2018 Vorbereitungsbüro

5. Dezember 2018 – Frühjahr 2019
Wo kommen wir hin
Vorbereitungsbüro der Akademie der Künste, Berlin

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In Zeiten, die man als politisch desaströs bezeichnen kann, nehmen wir uns die notwendige Freiheit, ästhetische Benutzeroberflächen der Gesellschaft zu untersuchen und eigene zu entwickeln in den Formbildungen der Künste, die zunächst nicht bestimmtem Nutzen oder Funktionen zugeordnet sind.

Das Vorbereitungsbüro versteht sich als offener Raum, in dem wir Themen verhandeln wollen, die »backstage« ohnehin in unserer Arbeit verhandelt werden. Es ist ein Gastspiel der Akademie der Künste, Berlin, in Kooperation mit Kolumba, zur Vorbereitung eines größeren Ausstellungsprojektes; mit Kathrin Röggla, Manos Tsangaris, den Kuratoren von Kolumba und Gästen.

Was bedeutet der Widerstand der Ästhetik heute? Dieser Frage widmet sich die Akademie der Künste in einem neuen Programmschwerpunkt bis Juni 2019. Ziel ist es, die Werkzeugkästen der künstlerischen Produktion neu zu reflektieren. Schreiben, Komponieren, Schauspielern, Inszenieren: Die Formen künstlerischen Handelns sollen überdacht und auf ihre Grenzen hin befragt werden. Vor dem Hintergrund erstarkender nationalistischer Kräfte in Europa und der Welt und der sich immer weiter verschiebenden Diskurse in den digitalen Raum und in die neuen Medien formieren sich die ästhetische Gestaltung und ihre handwerklichen Grundlagen als Widerstand gegen grenzenlose Vermarktung und politische Manipulation: Wie kann sich Kunst populistischen Strategien der Vereinnahmung erwehren? Wie kann sich künstlerische Produktivität dem Verwertungsdrang widersetzen? | Den Akteurinnen und Akteuren von „Wo kommen wir hin“ geht es um die ästhetischen Oberflächen in den Medien, in der politischen Öffentlichkeit und in den Diskursen. Der Komponist Manos Tsangaris, Direktor der Sektion Musik der Akademie der Künste, spricht von „szenischer Anthropologie“: Der Mensch, der zuhört, zuschaut oder mitdiskutiert, steht im Zentrum der Komposition, der Inszenierung oder der Installation. Was bedeutet das für die künstlerische Produktion und ihre Mittel? | Die Schriftstellerin Kathrin Röggla, Vizepräsidentin der Akademie, fragt nach der öffentlichen Kommunikation, in der zunehmend ästhetische Begriffe wie Dramaturgie, Narrativ oder Continuity eine Rolle spielen. Wie funktioniert öffentliche Kommunikation heute und was ist ihr Verhältnis zur Politik? | Dabei erwachsen in der künstlerischen Praxis – anders als den Wissenschaften – Möglichkeiten des anarchischen oder paradoxen Handelns. Insofern handelt es sich bei „Wo kommen wir hin“ um ein Forschungslabor, das die Gestaltungsmöglichkeiten widerständigen Handelns und Denkens produziert und damit Anstöße für ein zukunftsfähiges Mitgestalten von Gesellschaft gibt. Dieser Möglichkeitssinn führt neben Kathrin Röggla und Manos Tsangaris, die bildende Künstlerin Karin Sander, den Raumbildner Mark Lammert, die Filmemacherinnen Jeanine Meerapfel und Doris Dörrie, den Theaterregisseur Milo Rau, den Hörspielautor und bildenden Künstler Eran Schaerf, den Schauspieler Jens Harzer, den Soziologen Harald Welzer, den Dramaturgen Malte Ubenauf oder die Schauspielerinnen Valery Tscheplanowa und Hanna Hartmann sowie zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler in den Räumen der Akademie der Künste am Hanseatenweg zusammen. | Entstehen soll eine ständige Verhandlung verschiedener Arbeitsansätze, eine Art permanente Konferenz, in der einzelne „Erzählungen“ sichtbar bleiben und sich zugleich miteinander verbinden: ein dynamisches Experimentierfeld von Akteurinnen und Akteuren der Dekonstruktion eingeübter Gewissheiten – mit akustischen Installationen, Raumbildern, Kontextverschiebungen und Wahrnehmungsstörungen.